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Bloggen: wenn es einfach nicht mehr geht!

Bloggen ist nicht für jeden und nicht jeder braucht einen Blog. Ich persönlich kenne einige Leute aus meinem unmittelbaren Umkreis, die mir zB. sagen: „Julian – ich kann nicht so gut schreiben“ oder „Es dauert mir beim bloggen einfach zu lange bis ich Ergebnisse sehe. Lieber schalte ich eine Werbeanzeige“

Sicher gibt es gefühlte 1.000 Aktivitäten, mit denen man schnellere und sofort sichtbare Ergebnisse erzielt als mit dem Bloggen. Ich denke, dass bloggen nur dann Sinn macht, wenn man sich zu 100% mit einem Thema identifiziert und wenn man sich vorstellen kann auch auf lange Sicht dran zu bleiben. Alles andere bedeutet Verschwendung wertvoller Lebensenergie.

Damit genau das vermieden werden kann, habe ich im Folgenden die aus meiner Sicht wichtigsten 9 Gründe aufgeführt, warum bzw. wann man mit dem Bloggen lieber aufhören sollte.

Die nachfolgende Liste wird dir außerdem dabei helfen Klarheit über dein Blogprojekt zu bekommen.

 

Bloggen: was tun wenn es zur Last wird?

Hier folgen also meine Tipps dazu wann du nicht mehr bloggen solltest.

  1. Blogge nicht, wenn du keine klare Absicht mit deinem Blog verfolgst. Was willst du mit deinem Blog erreichen? Wen willst du mit deinem Blog ansprechen? Ich mache es mal an einem konkreten Beispiel fest: Wenn du über Mode bloggst, dann ist deine Absicht Modeinteressierte damit zu erreichen. Wenn du über dein Familienleben bloggst, dann ist das deine Absicht. Und wenn du über Marketing Themen bloggst, dann ist das die Absicht, die du mit deinem Blog verfolgst. Wenn es dir gelingt an einem Thema länger als drei Monate dran zu bleiben und dabei motiviert zu bleiben, dann ist die Chance hoch, dass du dein Thema gefunden hast. Nur zu bloggen, weil alle anderen bloggen dagegen macht nicht wirklich Sinn.
  2. Blogge nicht wenn du keine Zeit hast: Wenn deine Zeit durch deine Familie oder deine Zeit stark eingeschränkt ist, dann blogge nicht. Man muss auch nicht täglich bloggen, auch nicht 5 Mal die Woche. Einmal die Woche reicht vollkommen aus.
  3. Blogge nicht wenn du nichts neues oder originelles zu sagen hast: Bloggen kann ganz schnell zum Albtraum werden wenn man es macht, weil man sich kurzfristig davon etwas erhofft. Die Motivation leidet darunter. Einen Blog zu führen erfordert Zeit, Energie, Disziplin, Organisations Skills und es hilft, wenn man gut schreiben kann oder es zumindest gerne tut.
  4. Blogge nicht zu den falschen Zeiten: Schreiben ist ein Skill wie jeder andere auch, doch er erfordert relativ viel „Geistesleistung“ – ich selbst schreibe am liebsten morgens oder am Wochenende. Einige meiner besten und kreativsten Blogposts sind entstanden, nachdem ich eine lange Nacht hinter mir hatte oder ich diese mit einer Frau verbracht habe 😉 Also finde heraus wann es dir am leichtesten fällt zu schreiben und schreibe möglichst immer zu diesen Zeiten. Finde heraus zu welchen Zeiten es dir am einfachsten fällt neue Blogposts zu schreiben. Wenn du dich gerade von etwas inspiriert fühlst, dann solltest du andere Tätigkeiten vielleicht nach hinten verschieben und anstattdessen lieber einen neuen Blogpost verfassen.
  5. Blogge nicht wenn das Thema nicht zu der Absicht deines Blogs passt. Wenn du über Marketing bloggst, dann schreibe nicht gleichzeitig über Persönlichkeitsentwicklung oder Fotografie. Das sind 3 völlig verschiedene Themen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es dir so nie gelingt eine treue Leserschaft aufzubauen. Es ist immer besser, wenn es dir gelingt deinen Lesern eine klare Ansage zu machen, um was es in deinem Blog wirklich geht
  6. Blogge nicht, wenn du wenig oder keine Ahnung vom Thema hast: Es macht wenig Sinn über ein Thema zu bloggen, wenn du eigentlich keine Ahnung vom Thema hast. Die Wahrscheinlichkeit ist dann sehr hoch, dass die Anstrengung einen solchen Blog zu führen nicht im Verhältnis zu den Belohnungen stehen, die ein Blog mit sich bringen sollte (zB. Anerkennung oder Geld). Eine Ausnahme ist hier, wenn dich das Thema von Grund auf fasziniert und du mehr darüber lernen willst. Ich kenne einige Blogger, die von einem Thema zuerst wenig oder keine Ahnung hatten und dann dank ihres Blogs immer besser darin wurden. Ich selbst hatte mal einen Blog, in dem ich über meine Dating Erfahrungen geschrieben habe. In diesem Blog schrieb ich offen über meine Annäherungsversuche mit Frauen. Durch das Reflektieren meiner eigenen Handlungen im Blog ging meine eigene Lernkurve sehr schnell nach oben.
  7. Blogge nicht wenn du übermäßig introvertiert bist: Häufig gelesene Blogs zeichnen sich dadurch aus, dass in ihnen immer auch die Persönlichkeit des Blogbetreibers zum Vorschein kommt. Menschen wollen Geschichten und Informationen von anderen Menschen lesen und nicht von annonymen Unternehmen oder von ängstlichen oder zurückhaltenden Menschen. Die Ausnahme: Wenn du introvertiert bist und dir aber gleicheitig wünschst mehr auf andere Menschen zu zugehen, dann ist ein Blog möglicherweise wie für dich gemacht. Während du selbst darüber reflektierst welche Anstrengungen du unternimmst um ein sozialerer Mensch zu werden – hilfst du möglicherweise vielen anderen Menschen, die das gleiche Problem haben.
  8. Blogge nicht, wenn die Inhalte deiner Blogartikel von woanders geklaut sind: Einerseits gibt es immer noch so etwas wie geistiges Eigentum und andererseits wirst du sehr schnell die Motivation verlieren. Ich habe es selbst schon probiert und damit keine allzu guten Erfahrungen gemacht. Es ist weniger so, dass ich dafür Ärger bekommen hätte – es ist vielmehr so, dass ich hinterher dann kein wirklich gutes Gefühl hatte. Das Gefühl etwas „neues“ zu erschaffen ist doch irgendwie besser. Gleichzeitig halte ich es aber auch nicht für eine gute Idee, das Rad neu zu erfinden.
  9. Höre auf zu bloggen, wenn sich deine Bemühungen nicht auszahlen: Wer über Wochen, Monate oder länger bloggt, der möchte irgendwann auch die Früchte seiner Bemühungen sehen. Wenn das nie passiert, dann macht es vielleicht mehr Sinn sich anderen Aktivitäten zu widmen. Wenn du bloggst um damit Geld zu verdienen, aber es kommt einfach nichts dabei rum‘, dann finde andere, bessere Wege um Geld zu verdienen. Oder lerne von jemandem, der wirklich weiß wie es geht.

Abschließend fällt mir noch folgender Satz zum bloggen ein. Diesen habe ich mal irgendwo in einem englischsprachigen Blog gelesen und er hat mir sehr gefallen.

Bloggen ist für JEDEN, aber nicht jeder sollte auch bloggen 😉