Viele Menschen wünschen sich heute eine eigene Existenz im Internet. Denn an allen Ecken & Enden hört man von einer kleinen „digitalen Elite“, die es angeblich hinbekommt, mit rein virtuellen Produkten von jedem Punkt der Welt Geld im Internet zu verdienen.

Die 4 Stunden Woche

Tobias Knoof

Die 4 Stunden Woche: Ein faszinierendes Thema und Reizthema zugleich. Denn die Möglichkeiten für Erfolg und Fehlschläge sind im World Wide Web aufgrund der Informationsmenge nahezu unbegrenzt.

Aber auch als ganz normale Firma oder mittelständiges Unternehmen wird es immer wichtiger, eine optimale Präsenz im Internet aufzubauen, Online Kunden zu gewinnen und die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen bei der eigenen Zielgruppe zu erhöhen. Die digitalen Avantgarde-Gruppen in der Informations- und Marketingbranche Deutschlands sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Sie versprechen viel und können doch mit so manch erstaunlichen Ergebnissen aufwarten.

Einer der mit Sicherheit zu diesen digitalen Vorreitern zählt, ist der bekannte Traffic-Experte und Autor des TrafficPrisma Tobias Knoof von www.Digitale-Infoprodukte.de. Ihn habe ich in Budapest getroffen und durfte ein paar Tage über seine Schulter bzw. auf seinen Laptop schauen. Für viele ist er bereits ein Vorbild, welche das gleiche Ziel anstreben, denn Tobias lebt das, wo viele noch hin wollen. Still und leise habe ich mir daher auf dem Flug nach Budapest 7 knifflige Fragen ausgedacht… Fragen, die ganz erstaunliche Antworten hervorgebracht haben.

Ich habe Tobias gefragt was seine wichtigste Erkenntnis aus dem Buch „Die 4 Stunden Woche“ war. Daraufhin ist dieses kurze Video entstanden.

julian murrellHallo Tobias, bereits seit längerer Zeit verfolge ich deine Aktivitäten im Internet und bin begeistert, von dem was du machst und wie du es machst. Ich habe damals das Buch „Die 4 Stunden Woche“ gelesen, was praktisch einen Feuersturm an Ideen in meinem Kopf auslöste. Wie war das bei dir, gab es da auch so einen „Tipping Point“ und wie kam es dann dazu, dass du heute dein Geld im Internet verdienst?

tobias knoofHallo Julian, zunächst erst einmal vielen Dank für das Interview hier in der wunderschönen Stadt Budapest. Das ich heute regelmäßig andere Länder besuche, fremde Kulturen kennenlerne und mit nicht viel mehr als einem Laptop oder Iphone mein Business steuere hat in der Tat auch mit einem „Tipping Point“ zu tun, wie du es nennst (lacht). Es war die Zeit des Aufbruchs in meinem Leben, als ich die 4 Stunden Woche in die Hand bekam.

Die 4 Stunden Woche: heiße Luft oder Realität?

Mittlerweile ist die 4 Stunden woche ja zur absoluten Pflichtlektüre in unserer Branche geworden, obwohl die darin geschilderten Informationen jetzt nicht sooo weltbewegend sind. Was die 4 Stunden Woche aber ausmacht, ist die für viele Menschen so faszinierende Idee DAHINTER. Nämlich das offensichtlich eine kleine „digitale Elite“ es irgendwie hinbekommt, um die Welt zu Reisen UND eine ganze Menge Geld zu verdienen. Für viele Menschen, die sich wenig bis kaum mit den Konzepten dieser Branche beschäftigen, klingt sowas natürlich eher nach einem Traum, oder sagen wir etwas grob: nach heißer Luft.

Und so war auch ich anfangs sehr, skeptisch und habe vieles in Frage gestellt. Die „4 Stunden Woche“ war aber letztendlich ein Segen für mich, weil das Buch eine völlig neue Art von Lebensgestaltung aufzeigte. Ich glaube das ist es, was die meisten Leute wollen. Ich wollte es damals auch und so habe ich angefangen, mich tief in die Branche einzuarbeiten und über Jahre hinweg jedwede Information darüber wie ein Staubsauger aufgesaugt. Meine erste Blogzeile schrieb ich 2008, heute gebe ich schätzungsweise das siebzigste Interview. Dazwischen liegt eine fünfjährige Selbstausbildung für das kommende zukünftige digitale Zeitalter, in welchem Millionen Menschen über die Cloud vernetzt sein und jederzeit von jedem beliebigen Punkt der Erde aus arbeiten werden.

julian murrellJa, es ist schon interessant, wie rasant sich alles in den letzten Jahren entwickelt hat. Bleiben wir beim digitalen Zeitalter, in welchem ja zwangsläufig viele Informationen digital vorliegen werden. Kann man hier schon absehen, welche Art von Informationsprodukten hier entstehen werden und welche Art von Informationsprodukten verkaufst du und warum?

tobiasknoofEine sehr gute Frage, mit der ich mich auch lang und breit beschäftigt habe. Es ist in der Tat so, dass wir mit Volldampf in ein digitales Zeitalter rasen, ja im Prinzip schon mitten drin sind. Eine Überlegung die dabei ganz entscheidend ist, ist folgende: Je mehr sich eine Wissenskultur entwickelt, desto wichtiger und häufiger werden Spezialisten und Experten! Nimmt man nun beides zusammen, dann ist es nicht schwer zu erkennen, dass Experten ihre Expertise im digitalen Zeitalter besonders über digitale Informationsprodukte oder digitale Dienstleistungen am Markt anbieten werden. Die Frage ist nun, welche das sind und welche Arten es gibt oder sich lohnt, zu entwickeln.

Als digitale Informationsprodukte sehe ich alles, was irgendwie downloadbar ist, also PDF Files, Software, Audio, Video, Checklisten, Dokumente, Tools, Apps, Klingeltöne usw. Letztendlich könnte alles was irgendwie aus binären Nullen und Einsen besteht ein digitales Produkt darstellen. Ich persönlich glaube, dass besonders multimediale und pädagogisch sinnvoll aufbereitete Informationsprodukte die besten Chancen am Markt haben werden. Es liegt einfach in der Natur der Sache, dass Menschen schnell an ihr Ziel kommen wollen. Die 4 Stunden Woche kreist ja auch genau hierum: es geht immer darum mit verhältnismäßig wenig Aufwand  möglichst viel zu erreichen. Wenn man Informationsprodukte entsprechend aufbereitet, werden diese effektiver, das Nutzverhalten effizienter und die zu erzielenden Ergebnisse schneller erreicht.

Ich selbst habe mich auf Informationsprodukte rund um Trafficaufbau spezialisiert. Hauptthema ist dabei immer, wie man mehr Traffic & Leads für das eigene Online-Business erzeugt, wie man den bestehenden Traffic vermehrt & monetarisiert und wie man letztendlich weite Teile des eigenen digitalen Business im Internet automatisiert. Dazu erstelle ich spannende Infografiken, informative Videos, praktische Checklisten oder auch Software, Plugins, Ebooks und Handbücher und biete die Informationen über einen Zahlungsanbieter wie Shareit zum Download an.

julian murrellIch glaube viele sagen sich immer innerlich: „Toll, das klingt ja alles so einfach! Und überhaupt, wieso macht es dann nicht jeder?“ Du Tobias scheinst es ja offensichtlich zu machen 😉 und das auch noch sehr erfolgreich! Wie hat sich dein Leben dadurch verändert, seitdem du selbständig im Internet Geld verdienst?

tobiasknoofDu kannst dir garnicht vorstellen, wie oft ich diesen Satz schon gehört oder gelesen habe: „Wenn das so wäre, wieso macht es dann nicht JEDER?“ Ganz einfach! Weil die meisten Menschen nicht aufhören zu fragen: „Wenn das so wäre, wieso macht es dann nicht JEDER?“. Es ist paradox, oder sollte man eher sagen schizophren, dass die meisten Menschen sich lieber gedanklich darauf versteifen, was das Problem sein könnte, als zu sagen „ich probier das jetzt mal“. Nach meinen Erfahrungen zeigt die Frage nur eines, und zwar Angst vor Veränderung!

Ich habe diese Angst auch durchlebt, ich kann das gut verstehen. Und ich glaube jeder der seinen Lebensunterhalt plötzlich in einem Bruchteil einer Angestelltenzeit verdient und sich seine Arbeitszeiten und den Arbeitsplatz auch noch frei wählen kann, kommt in der einen oder anderen Art zu einer solchen Sinnkrise. Das klingt nach Luxusproblem und das ist es vielleicht auch. Aber wenn sich die Sachen so dramatisch verändern, dann musst du in der Tat überlegen, was du mit deiner freien Zeit plötzlich machst… oder anders gesagt, was du eigentlich vom Leben willst. Diesen Zusammenhang beschreibt auch Tim Ferriss sehr treffend in „Die 4 Stunden Woche“. Viele Menschen meiden aber genau diese Frage wie die Pest. In meinem Leben hat sich daher definitiv eine ganze Menge geändert. Es entstehen neue Fragen, neue Lebenskonzepte, neue Ziele, Wünsche und Träume und ich habe festgestellt, dass diese sehr unterschiedlich gegenüber dem Angestelltendasein sind. Letztlich ist das ganze eben auch ein philosophisches Thema. Die 4 Stunden Woche umfasst also noch wesentlich mehr als die Frage wie man mit wenig Zeiteinsatz möglichst viel erreichen kann.

julian murrellDas ist wirklich spannend, denn man trifft bei Erfolgreichen immer wieder auf das Thema „Mindset“. Welches waren deine drei größten Herausforderungen auf deinem Weg zu einem erfolgreichen Online-Business und wie hast du sie gemeistert?

tobiasknoofMein drei größten Probleme bestanden aus: kein Content, kein Traffic, keine Leads. Und hinzu kam am Anfang noch: keine Reputation, keine Erfahrung und keine Produkte. Von daher kann man durchaus sagen, dass es zum Start immer am Schwersten ist und es um so leichter wird, desto länger man dabei ist. Ich sage nicht, dass man etwas geschenkt bekommt, aber mit zunehmender Zeit wird es definitiv leichter. Erstens weil die Erfahrung und das Knowhow steigt und zweitens weil schlicht der Hebel wächst, sprich mehr Kontakte, mehr Leads, eine größere Reichweite usw.

Die drei Probleme Traffic, Leads und Content hängen für mich sehr eng zusammen. Die richtige Reihenfolge ist meiner Meinung nach: Contentaufbau, dadurch ergibt sich Link- und Trafficaufbau, und dadurch ergibt sich Leadaufbau. Im TrafficPrisma haben wir das alles bis ins Detail beschrieben, Trafficaufbau ist daher immer Contentaufbau. Daher war dieser Punkt bei Digitale-Infoprodukte.de schon seit jeher ein zentraler Aspekt und mit Sicherheit einer der Gründe, warum die Domain bereits nach 2 Jahren zu den 1.000 trafficstärksten Websites in Deutschland zählte.

julian murrellDas ist in der Tat eine Leistung, die nicht viele in der Marketingbranche vorzuweisen haben, auch wenn eine ganze Menge Leute von entsprechenden Informationen in ihren Produkten davon reden. Da wären wir aber gleich bei einem anderen Thema: Wo siehst du für dich persönlich die größten Vorteile beim Verkauf von digitalen Informationsprodukten gegenüber physischen Produkten oder Dienstleistungen?

tobiasknoofDigitale Produkte haben einfach den entscheidenden Vorteil, dass sie unendlich replizierbar sind, und das praktisch kostenlos, weltweit, zu jeder Zeit und mit einem Aufwand der gegen Null geht. Keine Lagerkosten, keine Versandkosten, keine risikoreichen Investitions- und Herstellungskosten und praktisch kein Verfallsdatum. Digitale Produkte können jederzeit aktualisiert werden, ohne das die bestehende „alte“ Auflage eingestampft werden muss.

Wir haben zwar selbst auch physische Produkte mit dem TrafficPrisma und der HypnoticMind-Box, aber man sollte genau wissen, was man da tut, ansonsten ist schnell viel Geld weg. Eine einmal gedruckte Auflage kannst du nicht mal eben „korrigieren“. Sie ist, wie sie ist: physisch. Und sie verursacht eine Menge Kosten: Herstellungskosten, Versandkosten, Lagerkosten, Verwaltungskosten, Personalkosten und höhere Vertriebskosten, um nur einige Beispiele zu nennen. Auf der anderen Seite kannst du, ja musst du höhere Preise für physische Produkte verlangen, und wenn alles passt, lohnt sich dieser Aufwand noch mehr. Es ist alles eine Sache der Kalkulation, aber das ist denke ich bei jeder Art von Geschäft und Business so.

julian murrellJa, das denke ich auch! Noch eine letzte Frage: Sollte sich deiner Ansicht nach jemand zuerst fragen, was er gut kann und dann passend zu diesem Thema etwas im Internet verkaufen? Oder sollte man sich zuerst einen hungrigen Markt aussuchen und dann gezielt für diesen Markt etwas anbieten?

tobiasknoofIch kenne beide Ansätze und Argumentationen zu genüge und beide haben Ihre Berechtigung. Man sollte natürlich dem nachgehen, was einem selber Spaß macht, wofür man brennt, was einen täglich aufs neue motiviert. Wenn es aber etwas ist, was der Markt grundsätzlich nicht braucht und dieser grundsätzlich nicht dazu bereit ist, dafür zu bezahlen, dann kannst du noch so viel wollen, tun und motiviert sein, du wirst trotzdem scheitern.

Die Argumentation geht dann auf, wenn du deine Produkte los bekommst. Und das passiert nur, wenn sie zumindest einer kleinen Zielgruppe Nutzen bringen. Man sollte sich daher immer beides fragen: Bin ich darin wirklich gut, macht es mir Spaß UND braucht das der Markt? Dreimal JA bedeutet: Los geht’s! Dreimal NEIN bedeutet: Sofort Stop! Alles dazwischen sollte man lieber sein lassen oder zumindest noch etwas weitersuchen. Denn wie heißt es so schön: Wer suchet, der findet!

julian murrellWelche 3 Ratschläge würdest du jemandem zum Schluss mitgeben, der sich ein eigenes Internetbusiness aufbauen möchte?

tobiasknoof1.) Mache dir einen Plan, der besser ist, als alle anderen! 2.) Kreiere sehr hochwertige & nützliche Produkte! Und 3.) Baue dir eine starke & sympathische Reputation auf! Reputation ist Alles! Wenn du einen guten Ruf hast, dann wird der Markt folgen.

julian murrellVielen Dank Tobias für das tolle und informative Interview! Ich finde es toll wie du die 4 Stunden Woche in Deinem Leben und Business umsetzt. Dir auf jeden Fall weiterhin alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft und mit www.digitale-infoprodukte.de!

tobiasknoofDanke dir Julian! Das wünsche ich dir und deinen Lesern auch! Ich drücke allen die Daumen für ein spannendes Jahr 2013. Viel Erfolg!

 

Tobias Knoof

Tobias Knoof

Tobias Knoof ist Gründer des Online-Marketing-Magazin www.Digitale-Infoprodukte.de und ausgewiesener Traffic-Experte im Internet. Das Magazin schaffte es innerhalb von nur 2 Jahren nach der Domainregistrierung zu den 1.000 trafficstärksten Webseiten im deutschsprachigen Raum zu zählen. Allein in Deutschland gibt es jedoch über 16 Millionen „Punkt.de“-Domains. Der Fokus des beliebten Magazins liegt auf den Themen „Erstellung, Vertrieb und Verkauf digitaler Infoprodukte“. Knoof war Traffic Marketing-Manager bei Yopi.de, einem der größten Preisvergleichsportale im deutschen Internet und ist Herausgeber des ersten Traffic-Masterkurses im deutschsprachigen Raum, dem TrafficPrisma sowie von HypnoticMind. Er zählt zu den Pionieren der digitalen Marketingbranche in Deutschland.