Elias FischerElias Fischer ist Betreiber des Lebeblogs und Autor des Buchs „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte„. Auch im heutigen Interview stelle ich Euch jemanden vor, der aus seiner persönlichen Leidenschaft ein erfolgreiches Geschäft im Internet aufgebaut hat. Ich kenne Elias Fischer jetzt seit gut zwei Jahren und habe seine Entwicklung aus nächster Nähe mitverfolgt. Was ist aus meiner Sicht das Geheimnis seines Erfolgs? Er hat regelmäßig tief in sich hinein geschaut und folgt seiner kleinen, inneren Stimme konsequent.

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Hallo, ich sitze hier heute Morgen zusammen mit meinem guten Freund und Kollegen Elias Fischer, hallo Elias.

Servus

Elias und ich haben uns hier in Berlin vor 2 Jahren das erste Mal getroffen. Er hat mit Webdesign angefangen, er ist selbstständig und das schon seit mehreren Jahren. Und er ist Betreiber eines Blogs, der Lebeblog. Er ist auch heute hier, weil es in kürzester Zeit geschafft hat, sich einen vielgelesenen Blog aufzubauen. Mit seinem Blog und seiner Buchveröffentlichung verdient er passives Einkommen. Darum ist er heute hier, denn darum geht es ja, wie auch du das Internet nutzen kannst, um deiner Leidenschaft zu folgen und damit tatsächlich auch Geld zu verdienen. Elias ist ein weiteres Beispiel für jemanden der diesen Weg jeden Tag geht und zwar erfolgreich. Deswegen freue ich mich auch umso mehr, dass du heute hier bist und die Zeit gefunden hast. Meine erste Frage an dich lautet, wie bist du auf die Idee mit deinem Projekt gekommen, was war deine Motivation dahinter und wie hat sich das ganze entwickelt?

Ich war vorher im Bereich Webdesign tätig und da haben sich die Aufgaben irgendwann immer wiederholt, so dass sie mich nicht mehr erfüllt haben. Das brachte mich in eine Zeit der Neuorientierung. Dann habe ich mich umgeschaut und habe mich gefragt was könnte mich wirklich im Herzen erfüllen. Dann bin ich auf ein paar spirituelle Themen gekommen, wo ich das Gefühl hatte, ich möchte die gerne weitergeben. Damit diese Leute die gleichen Erkenntnisse machen können, die auch ich gemacht habe. So entstand die Idee für den Lebeblog und auch die Idee ein Buch zu schreiben. Beide Dinge gehen in die Richtung, dass sie mir auch passives Einkommen ermöglichen.

Es waren ja nicht von Anfang an viele Leser, die täglich auf deine Webseite gekommen sind sondern das ganze war ja ein Prozess. Wie hast du das gemacht, gleichzeitig genügend Geld zu verdienen, um davon in Berlin gut leben zu können und trotzdem auch deiner Leidenschaft folgen zu können?

Ich hatte ein paar Ersparnisse, ich bin ja in Schwabenland aufgewachsen und da spielt Geld ja bekanntlich eine relativ große Rolle. Man legt gerne sein Geld dort an und dementsprechend hatte ich mir da auch einen finanziellen Puffer erabeitet. Andererseits hatte ich gleichzeitig immer auch noch ein paar Webdesignaufträge gemacht, um mir so das monatliche Einkommen zu ermöglichen. Außerdem habe ich auch ziemlich sparsam gelebt und für mich stand einfach auch meine eigene Weiterbildung im Fokus.

Wie machst du das, um gefunden zu werden? Wie hast du deinen Blog bekannter gemacht? Wie gehst du da genau vor und vielleicht kannst auch sagen wie viele Leser du heute am Tag etwa hast?

Also wenn ich keinen Blogartikel schreibe, dann sind es etwa 500 Besucher am Tag (eindeutige). Also, wenn man anfängt zu bloggen dann ist es erstmal wichtig sich mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung zu befassen. Vor dem eigentlichen Bloggen ist es auch noch wichtig sich Gedanken darüber zu machen, worüber man eigentlich schreiben möchte. Wenn man das nämlich nicht weiß, dann macht es auch nicht viel Sinn überhaupt mit dem Schreiben anzufangen. Das Thema muss mich wirklich faszinieren und mich begeistern. Es muss schon irgendwie so sein, dass ich es fast nicht aushalten kann nicht zu schreiben, sondern ich muss es einfach tun. In den State muss ich reinkommen. Dann ist es sehr gut zu wissen, wie man in der Suchmaschine die Artikel optimiert. Das bedeutet wenn ich jetzt ein Thema habe, über das ich gerne schreiben möchte, dann suche ich mir ein Keyword heraus, das auch gesucht wird. Das kann man ganz schön über das Google Keywordtool machen oder auch über den Google Suchschlitz. Wenn ich da bei Google etwas eingebe, dann kommt da auch eine Liste mit bekannten Suchabfragen. Die kann ich dann verwenden, um diese dann in meine Artikel einzubauen. Ich kann zum Beispiel zuerst mein Artikel schreiben und dann nachträglich das eigentliche Keyboard einfügen. Das ist eigentlich so mit die beste Vorgehensweise. Wichtig ist auf jeden Fall ein qualitativ hochwertiger Inhalt. Denn auf den Inhalt kommt es schlussendlich an. Das ist letztlich auch die Intention von Google, das die Inhalte letztlich immer den Menschen präsentiert werden. Und eben nicht für den Roboter, der auf dieser Seite vorbeischaut.

Sehr interessant, was würdest du jemandem raten, der jetzt motiviert von den vielen Geschichten von Leuten, die im Internet Geld verdienen auch sein eigenes Projekt anfangen möchte? Sollte er seiner Leidenschaft nachgehen oder von Anfang an möglich das Ziel verfolgen, auch Geld mit diesem Projekt zu verdienen? Was würdest Du jemandem bei der Wahl des richtigen Themas raten?

Also ganz oben sollte die Passion stehen, die Leidenschaft. Ich kann nur Gutes herstellen und erzeugen, wenn ich dabei Spaß habe. Und wenn ich es nur wegen dem Geld mache, dann ist es fragwürdig, ob das Produkt dann hinterher auch gut funktioniert. Wenn ich etwas mit Liebe hersteller, das weiß ja jeder, der schon mal bei Oma etwas essen war. Wenn die Oma etwas kocht, dann schmeckt es gut, weil sie hat es halt mit Liebe gemacht. Genauso ist es auch bei der Arbeit, wenn wir etwas mit Hingabe machen oder mit Liebe, dann wird es irgendwann auch zum Ausgleich kommen. Ich stecke zuerst Energie in eine Arbeit und werde dann irgendwann den Energieausgleich bekommen. Wenn ich dann zum Beispiel irgendein Produkt oder ein Blog fertig gestellt habe, dann sind es im Prinzip nur noch kleine Handgriffe, um einen Geldfluss in Gang zu setzen. Und mir so den Energieausgleich zukommen zu lassen. Zu den Leuten, die jetzt kein Geldpuffer haben und sich dann fragen: „Ja wie soll ich mir das ganze denn finanzieren?“, da gibt’s verschiedene Möglichkeiten. Eine Halbtagsstelle zum Beispiel, die mich über Wasser hält. Dann kann ich mir auch überlegen, ob ich die Handyflatrate für 60 € noch brauche. Ob ich mein Auto noch brauche, ich gehe halt runter aufs Minimum, so dass ich aber noch gut leben kann und Spaß haben kann. Wer will, der findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe. Ganz einfach. Dann gibt es auch noch den Existenzgründerzuschuss, den man sich vom Staat holen kann. Da bekommt man ein Jahr lang alles bezahlt. Die Miete, Essen, Versicherungen, die Wohnung usw. Der ist heute allerdings nicht mehr so einfach zu kriegen, deshalb würde ich mir da ein Berater holen.

Welche Rolle spielt bei dir eigentlich E-Mail-Marketing? Aus dem Bereich, aus dem ich so komme wird immer viel darüber gesprochen wie man die eigene Liste aufbaut. Wie kriegt man eine möglichst große Liste mit vielen Followern? Wie bleibst du im Kontakt mit deinen Fans für den Lebeblog? Und: welche Rolle spielt bei dir Facebook?

Auf meinem Blog besteht die Möglichkeit sich einzutragen. Das halte ich auch für eine sehr gute Möglichkeit um die eigenen Leser über neue Events, Termine, Blogartikel usw. zu informieren. Facebook spielt eine sehr große Rolle bei mir. Ich habe eine Facebook Fanpage aufgebaut und veröffentliche dort auch regelmäßig neue Dinge. Übrigens, die eigentlichen Nachrichten auf Bildern zu platzieren bringt tausendmal mehr als den Text einfach nur auf Facebook zu posten. Die Leute haben keine Zeit, und wollen eine möglichst große Schrift lesen und haben weniger Lust die kleine, normale Facebookschrift zu lesen.

Schreibst du deinen Leuten einen Newsletter? Und wie oft kommt er raus?

Es gibt keine Regeln, dass ich am Tag X einen neuen Blogartikel schreibe oder am Tag Y einen Newsletter raushaue. Wenn sich wichtige Themen angesammelt haben, oder wie zuletzt meine Buchveröffentlichung, dann schreibe ich auch einen Newsletter zu. Was ich auch noch mache, um mit meinen Lesern in Kontakt zu bleiben, sind monatliche Treffen. Und zwar um sich auch lokal und persönlich kennen zu lernen.

Stimmt, letzte Woche hast du auch ein Event und da waren auch bestimmt 40 oder 50 Leute?

Bei der Lesung waren etwa 40 oder 45 Leute. Bei den normalen Lesertreffen sind es ca. 15 Leute.

Das ist auch eine Kunst, Leute an einen Ort zu bringen und mit den dort zusammen etwas zu veranstalten. Wie hast du das gemacht, über Einladungen, E-Mails oder Facebook?

Das war eine Sache, die einfach von selbst entstanden ist. Wenn man einmal anfängt und einfach seiner Leidenschaft folgt, dann kommen die Dinge so zu einem. Das waren die Wünsche der User. Die haben nämlich gesagt, ich will auch mal Gleichgesinnte kennen lernen. Dann habe ich halt gesagt, gut dann machen wir halt ein Treffen.

Duzt oder siezt du deine Leser eigentlich?

Natürlich duze ich die.

Natürlich duzt du sie, sehr schön! Jetzt sag mir noch, vielleicht abschließend eine letzte Frage. Wohin möchtest du, dass sich dein Projekt entwickelt? Machst du dir da einen Plan, wie sich das Ganze entwickeln soll oder schaust einfach die nächsten 100 Meter und schaust dann wie der Weg dich dann von dort aus weiter treibt?

Ich habe in letzter Zeit auch wieder angefangen zu visualisieren und mir vorzustellen wo ich eigentlich später sein möchte. Und zwar egal ob das jetzt in einem Monat ist, in 6 Monaten oder was auch immer. Das halte ich für sehr sehr wichtig, weil dann kommen einem die Dinge auch durch Zufall zugeflogen, die einem auch diesen Zustand dann so ermöglichen. Und ja, da möchte ich natürlich noch mehr Leute mit meinen Texten beglücken und ihnen auch noch mehr Möglichkeiten bieten, dass sie auf meine Texte stoßen. Die Texte bringen meine Eltern auch etwas. Und darum geht es ja letztendlich auch, dass der Kunde oder Leser am Ende etwas davon hat. Um den geht es und nicht um mich.

Ich habe auch das Gefühl, dass Elias einen unglaublichen Mehrwert liefert, für die Leute die ihm da folgen auf seinem Lebeblog. Jeder kann auf den Lebeblog gehen, zum Beispiel indem er das in Google eingibt. Was mir am Elias noch besonders gut gefällt: Er ist ein extrem ehrlicher, authentischer Typ so. Und das ist auch etwas was ich mir von dir abschaue, um noch authentischer zu sein und das eigene Ich stärker durchscheinen zu lassen. Ich lerne also von dir. Ich denke, dass sich das dann auch in die richtige Richtung weiterentwickelt. Also danke für deine Geschichte, ich denke das hat viele Leute interessiert zu sehen, dass es sehr wohl möglich ist im Internet mit einem eigenen Blog Geld zu verdienen, sich dort eine eigene Leserschaft aufzubauen, Reichweite aufzubauen und gleichzeitig vielen Leuten mit etwas zu helfen. Danke Elias.

Gerne, und ich mich dann dieser Stelle mein Buch erwähnen, Dinge, die ich mit 18 gern gewusst hätte. Das ist jetzt seit kurzem im Internet bestellbar, unter www.mit18gewusst.de, und vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen. Danke für das Interview.

Sehr gerne.