Moritz Bauer

Moritz Bauer

„Von einem Tag auf den anderen ist mein Einkommen um 600 % gestiegen. Und da sieht man einfach mal die Macht des Marketings und die Macht des „im Kontaktbleibens“ mit dem Kunden.“

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Inhalte dieses Beitrags

00:35 – Wie man seine Ziele mit weniger Aufwand erreicht
01:50 – Was Moritz Bauer anders macht als andere
03:30 – Newsletter / e-Mail Marketing für mehr Umsatz
07:45 – Leverage: wie Moritz Teile seines Geschäfts automatisiert hat
09:00 – Was Moritz unter der 80/20 Regel versteht
12:00 – Am Beispiel eines Friseurs: mehr Umsatz dank e-Mail Marketing
14:00 – Work smarter, not harder

Julian: Hallo und herzlich willkommen. Ich sitze hier mit Moritz Bauer. Moritz Bauer ist Internetunternehmer -sein Projekt: Der digitale Unternehmer. Heute geht es speziell für selbstständige Unternehmer und Menschen mit ihrem eigenen Business darum, wie man Ziele erreichen kann oder gleiche Ergebnisse hat mit weniger Aufwand. Moritz Bauer ist ein sehr gutes Beispiel von jemandem, der ein sehr stabiles Business sich aufgebaut hat im Internet.

Er hat nun ein reines Internetbusiness, das heißt, er hat keine Kunden oder macht keine Dienstleistung oder so etwas, sondern verkauft automatisiert Produkte übers Internet. Ich denke, genau so jemand ist auch hilfreich, Menschen zu helfen oder Unternehmern, die vielleicht ein traditionelles Business haben.

Man kann nämlich sehr wohl Teile aus dieser anderen Welt, sage ich mal, übernehmen und sie auf sein eigenes Business anwenden, auch, wenn es eher ein traditionelles Offlinebusiness ist. Und genau darum geht es heute mir hier in dem Interview und erst mal: Hallo Moritz.

Moritz: Hallo Julian, vielen Dank, dass du mich hier eingeladen hast für dein Podcast.

Julian: Ja, und zwar, Moritz, du hilfst ja Menschen übers Internet zu einem Thema aus der Persönlichkeitsentwicklung. Ganz konkret, es geht um Selbstvertrauen, also wie Menschen, die vielleicht sich unsicher fühlen oder schüchtern durchs Leben gehen, wie sie eben stärker werden und besser durchs Leben kommen.

Moritz: Richtig, genau. Meine Webseite heißt: Selbstbewusstsein stärken. Und da gibt es viele Tipps rund ums Thema Selbstbewusstsein, persönliche Entwicklung. Wie kann ich lockerer durch einen Alltag gehen, mit mehr Energie und mehr Lebensfreude?

Julian: Jetzt ist ja die Frage: Was macht Moritz Bauer anders oder was führt dazu, dass er im Verhältnis zu anderen Unternehmern ein relativ entspanntes, schönes Leben führt? Also auch Zeit hat für die wichtigen Dinge im Leben, Freunde, Ausgehen, Spaß haben und eben nicht nur zu 100 % den ganzen Tag im eigenen Business hängt oder auch am eigenen Bildschirm.

Obwohl du reiner Internetunternehmer bist, bist du eben nicht nur am Bildschirm, sondern hast auch Zeit für andere Sachen. Und ich glaube, das sollte auch das Ziel sein oder es ist das Ziel von vielen Unternehmern, dass sie eben nicht nur den ganzen Tag am Bildschirm hocken oder den ganzen Tag nur mit Kunden ständig zu tun haben, sondern sie wollen ja auch die schönen Seiten des Lebens genießen.

Moritz: Absolut. Also ich denke mir, ein Business ist ja eben genau dafür da, dass es dir Zeit schafft, für mehr von den Dingen, die dir sehr viel Spaß machen. Ein Business sollte am Schluss im Optimalfall so laufen, dass du nicht großartig mehr etwas dafür tun musst, dass so viel, wie davon geht, automatisiert ist, und dass du ganz viel von dem tun kannst, natürlich auch dann im Business, wenn dir das Spaß macht, worauf du Lust hast.

Also ich denke mir, wenn mir jemand erzählt, er hat da ein Business und muss aber 14 Stunden dafür arbeiten, dann hast du meines Erachtens nach kein Business, sondern einen Job, den du da machst. Und ich bin ein riesen Fan davon, alles zu automatisieren, was man automatisieren kann.

Im Internet habe ich da den großen Vorteil, dass man da eben sehr viel automatisieren kann. Aber ich denke, auch in traditionellem Business, auch was Dienstleistung angeht, die Kundenakquise für diese Dienstleistung angeht, kann man extrem viele Dinge einfach auf Autopilot setzen, damit man eben wieder mehr Zeit hat für die Dinge, die einem Spaß machen und die die größten Resultate hinterher bringen.

Julian: Nehmen wir mal ganz konkret ein Beispiel, und zwar das Thema Newsletter oder E-Mail-Marketing. Ich erinnere mich, dass du mir mal erzählt hast, der Tag, an dem du angefangen hast regelmäßig an deine potenziellen Kunden E-Mails zu verschicken, das war der Tag, der dein ganzes Leben oder dein Business auf den Kopf gestellt hat. Kannst du dazu etwas sagen?

Moritz: Ja absolut richtig. Das war Anfang 2013, im Februar, ich weiß es heute noch. Und im Prinzip von einem Tag auf den anderen ist mein Einkommen um 600 % gestiegen. Und da sieht man einfach mal die Macht des Marketings und die Macht des „im Kontaktbleibens“ mit dem Kunden. Also nicht den Kunden nur dann anschreiben, wenn man gerade mal ein neues Produkt hat, sondern ihn kontinuierlich auf dem Laufenden halten, mit den coolen Dingen, die man anzubieten hat.

Und dann, wenn der Kunde bereit ist, wird er auf dich zurückkommen und auch etwas bei dir bestellen. Also das kann ich jedem nur extremst empfehlen, ob Internetbusiness oder traditionelles Business: Bleibt mit euren Kunden im Kontakt, immer und immer wieder, selbst dann, wenn er im Moment vielleicht die Dienstleistung oder dein Produkt gar nicht braucht. Aber, wenn er es dann braucht, wenn er in die Situation kommt, dass er es brauchen könnte, denkt er zu allererst an dich, weil du immer mal wieder ihm schöne, interessante Sachen zugeschickt hast, und wird dann entsprechend hoffentlich zu dir auch zurückkommen, auf dich zurückgreifen.

Julian: Ja, ich denke, das wird auch von Vielen unterschätzt, die Wirkung von einem Newsletter oder von E-Mail-Marketing. Man muss sich das einfach mal vorstellen: Jemand schreibt eine E-Mail, die möglicherweise sehr persönlich formuliert ist, und jemand bekommt es direkt in sein E-Mail-Postfach. Es ist quasi der direkteste, schnellste Weg, um jemanden zu erreichen. Also es gibt eigentlich nichts anderes, was so effektiv ist. Oder? Viele sind sich darüber nicht so klar, dass das so direkt und unmittelbar ist.

Moritz: Also es gibt ja immer wieder diese neuen magischen Sachen, die im Internet auftauchen, mit Twitter, und es braucht jeder einen Facebook-Account usw. usf. Fakt ist, im Internet wird zu 90 % der Umsatz mit E-Mail-Marketing generiert, zumindest in dem Bereich, wo ich tätig bin, aber auch sehr im traditionellen Business genauso. Also da gibt es auch Studien dazu.

Im Durchschnitt checken 91 % der Bevölkerung ihre E-Mails täglich und man hat in E-Mail-Formaten einen ganz anderen Rahmen, einen ganz anderen Kontext, indem man mit jemand anderen kommuniziert. Also wenn man eine E-Mail liest, ist man in einem isolierten Medium, man liest die in einem Browser, wo nicht nebendran noch 1000 Werbungen aufblenden oder oben ein anderes Katzenbild erscheint, wie auf Facebook zum Beispiel. Das heißt, man ist vertieft in diese E-Mail und dementsprechend ist es auch viel wahrscheinlicher, dass man aus der E-Mail dann heraus Käufer generiert.

Julian: Okay. Also was ich bei dir, in deinem Fall, besonders charmant finde, ist, dass du erst mal auf deine Art sehr lustig und witzig bist. Bist du selbst, zeigst auch der Zielgruppe, wie du tickst. Und machst eben keine aufdringliche Werbung oder so etwas, sondern in erster Linie bekomme ich auf eine sehr humorvolle Art, Dinge eben zu lesen von dir, die mir auch weiterhelfen, sofort schon.

Und sehe dann höchstens mal in der PS-Zeile oder gegen Ende, dass du auch ein Angebot hast, was halt zahlpflichtig ist. Ich habe mir da sehr wohl ein Beispiel dran genommen. Wenn ich ein Newsletter verschicke an meine Kunden, dann geht es mir nie darum, jetzt sofort etwas zu verkaufen, jedenfalls nicht direkt, sondern ich will, dass der Kunde weiß, ich bin im Kontakt mit ihm und er kriegt wertvolle Informationen von mir.

Moritz: Absolut. Oberstes Gebot ist: Du sendest eine E-Mail, weil du jemand anderem weiterhelfen willst. Und diese Mensch öffnet auch nur deshalb die E-Mail, weil er denkt, es ist etwas für ihn drin. Wenn jetzt als Erstes irgendein komisches Angebot kommt, was kostenpflichtig ist, dann wird es die meisten Leute abschrecken und spätestens nach dem dritten Newsletter, der so aussieht, werden sich die Leute auch abmelden.

Darum, genau, wie du es richtig sagst, du sendest wertvolle Informationen für die Leute, die sie unterhalten, die sie weiterbringen. Und wenn die Informationen ihnen schon geholfen haben, werden sie wahrscheinlich auch später sehr viel eher auf dein zahlungspflichtiges Produkt zurückgreifen.

Julian: Ja, top. Kommen wir mal auf den Punkt „Leverage“. Haben wir eben schon überlegt, Leverage ist ja eine Sache, vielleicht klären wir erst mal, was mit Leverage gemeint ist. Das heißt, wenn man eine Sache einmal tut, dass man nicht dieselbe Sache immer wieder tut und jedes Mal Zeit dafür verwendet, sondern man macht etwas einmal und hat eine vielfach große Wirkung davon. Also angenommen, jemand schreibt eine E-Mail, verschickt die an 100 Leute oder auch an 1000 Leute.

Er könnte jetzt hingehen und 100-mal jeden Kunden, 100 Kunden einzeln anrufen oder er kann eben diese Nachricht an alle gleichzeitig verschicken und hat damit unglaublich viel Zeit gespart. Und bei dir sind es ja sogar über 20.000 oder noch mehr Abonnenten, die quasi per Knopfdruck von dir hören.

Moritz: Absolut. Also ich bin ein riesen Fan davon, dass man sich immer im Hinterkopf behält, wenn man etwas ausführt, ob man diese Sache nicht auch automatisieren kann oder auch delegieren kann, wenn sie nicht unbedingt von einem selber gemacht werden muss. Also ich habe zum Beispiel auch Standardantworten für Supportanfragen bei mir.

Wenn jemand fragt: Wo logge ich mich ein? Wo kann ich dein Buch runterladen? Oder: Hey, ich habe die E-Mail, meine Zugangsdaten noch nicht gekriegt. Ich habe da komplette Standardantworten, ich mache da einen Knopf, drücke auf Senden, das erspart mir sehr viel Zeit. Heute habe ich meinen Support natürlich auch noch ausgelagert, weil das einfach nicht zu den 20 % meiner Arbeitseinheiten gehört, die mir am besten weiterhelfen, mein Unternehmen zu vergrößern.

Da sollte sich vielleicht auch jeder überlegen: Was sind die 20 %, die wirklich ich machen muss, die auch nur ich machen kann, weil das eben meine Firma ist, meine Dienstleistung. Und welche 80 % der anderen Dinge, kann ich abgeben an jemand anders, der mir dadurch viel Zeit freischaufelt und ich eben mehr von dem machen kann, was mir am Schluss das meiste Geld einbringt.

Julian: Sehr schön. Ich habe auch sehr oft beobachtet, aus Gesprächen mit anderen Unternehmern habe ich das erfahren, sehr Viele sind schon länger dabei, sind zum Beispiel seit fünf Jahren oder länger selbstständig. Haben in dieser Zeit auch schon mit sehr vielen Leuten Kontakt gehabt und sitzen quasi auf einer Kartei, haben wahrscheinlich sogar die E-Mail-Adresse von diesen Leuten, aber schreiben die überhaupt nicht an, nicht ein einziges Mal. Nicht zu Weihnachten, wäre ja auch schon mal ein Anfang, dass man vielleicht einen Weihnachtsgruß schickt. Das ist auch schon besser als gar nichts.

Moritz: Also einer der genialsten Marketer, von dem ich vielleicht am meisten bisher gelernt habe in meinem ganzen Leben, der sagt: Most people follow up too little, too late. Also auf Deutsch: Die meisten Leute oder Unternehmer kontaktieren ihre Kunden zu wenig und wenn dann, zu spät. Also man sollte mindestens, egal in welchem Business, ob du der kleine Blumenladen an der Ecke bist oder das Internetbusiness, dass du digitale Sachen verkaufst, mindestens einmal im Monat seine Kunden kontaktieren und sagen:

Hey, hört mal zu, hier sind coole Infos zum Thema XYZ und übrigens, wir haben auch noch ein Spezialangebot, nur diesen Monat. Also wer das macht, der bleibt einfach top of mind bei seinen Kunden und wie gesagt, sobald die Situation eintritt, wo der Kunde etwas von dir braucht, wird er auch auf dich zurückgreifen.

Julian: Okay, nehmen wir mal das Beispiel von dem Blumenladen. Vielleicht hört ja jetzt jemanden gerade zu, der hat ein Blumengeschäft und er fragt sich jetzt vielleicht gerade: Ich habe die ganzen letzten Jahre das nicht gemacht, wie soll ich denn jetzt, mit was für einem Aufhänger soll ich denn jetzt, nachdem ich so lange mich nicht gemeldet habe, auf einmal etwas schreiben? Hättest du eine Idee, spontan?

Moritz: Also ich würde auf ein Event warten, zum Beispiel so etwas wie Valentinstag oder Ostern oder irgendein anderer Tag, wo man traditionell Blumen verschenkt. Und dann würde ich einen Newsletter eine Woche vorher raussenden und sagen: Hey Leute, hört mal her, hier kommen die ersten News vom Blumenladen ums Eck, und zwar wollte ich euch nur daran erinnern, dass in einer Woche Valentinstag ist und traditionell in Deutschland schenkt man dazu roten Rosen. Und wir haben da im Spezialangebot, im fertigen Bandel, für 4,99 Euro drei Stück bei uns im Laden. Kommt doch vorbei, holt die für euren Liebsten oder für eure Liebste und macht euch dadurch ein schönes Geschenk.

Julian: Ja, top. Gleichzeitig wäre ja auch meine Idee an der Stelle, dass jeder Blumenladen oder auch ein Friseur, kann ja auch ein gutes Beispiel sein, dass die grundsätzlich bei jedem neuen Kunden immer die Frage stellen: Dürfen wir Ihre E-Mail haben, damit wir Sie über Events oder Neuigkeiten informieren können?

Moritz: Absolut. Friseur ist natürlich ein extrem gutes Beispiel, weil dieser Mensch, der zum Friseur geht, der muss spätestens in acht oder zwölf Wochen wiederkommen. Das bedeutet, ich sammel dem seine E-Mail-Adresse ein, wenn er bei uns war, und schicke ihm dann voll automatisiert acht Wochen später eine E-Mail und sage: Hey, wie sieht es aus, geht es deinen Haaren gut oder sind die vielleicht ein bisschen trocken in den Spitzen? Wenn du Lust hast, komm vorbei, wir kümmern uns drum. Hab eine schöne Zeit bei uns, der Tee ist schon bereit, wenn du kommst und wir würden uns freuen, wenn du vorbeikommst.

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