AIDA

Jonas Nordholt erklärt worauf es bei der Texterstellung im Internet heute ankommt.

Texte werden bei der Erstellung von Websites immer noch häufig vernachlässigt. Der allgemein vorherrschende Fokus auf die visuelle Komponente lässt viele Unternehmen vergessen, welchen Einfluss Website-Texte auf Erfolg und Misserfolg von Online-Angeboten haben.

Einerseits sind gute Texte eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung – wer gefunden werden will, muss schreiben. Darüber hinaus haben gute Texte aber auch einen kaum zu überschätzenden Einfluss auf Konversionsraten: Sie erzeugen Vertrauen, machen Lust, Angebote anzunehmen, und tragen positiv zur Markenbildung bei.

Doch was zeichnet gute Texte fürs Web aus? Jonas Nordholt entwickelt seit 2011 Online-Inhalte für Unternehmen. Für uns hat er seine sechs wichtigsten Tipps zusammengefasst.

1. Bringen Sie es auf den Punkt

Websites werden von ihren Besuchern sehr schnell überflogen. Nur wenige Sekunden dauert dieser so genannte Scan-Vorgang. Hat der potentielle Kunde in dieser Zeit nicht gefunden, wonach er sucht, sieht er sich nach einem anderen Angebot um.

Aus diesem Grund ist es von höchster Bedeutung, Sprache effizient zu nutzen. Gute Texte nehmen den Besucher an die Hand und führen ihn komfortabel zu den relevanten Informationen. Informative Überschriften, kurze Sätze und einfache Formulierungen sind die wichtigsten Zutaten, um Botschaften effizient zu formulieren.

2. Adressieren Sie Ihr Publikum

Jedes Business hat seine eigenen Regeln, jedes Zielpublikum seine speziellen Erwartungen. Während sich B2B-Kunden mancher Branchen oft mit einer nüchternen Aufzählung von Produkteigenschaften zufrieden geben, erwarten Konsumenten von Lifestyle-Portalen einen emotionalisierenden Überbau.

Versuchen Sie deshalb, sich in Ihren idealen Kunden hineinzuversetzen: Präferiert er oder sie eine direkte Ansprache? Werden einfache Beschreibungen bevorzugt, oder ist eine Konversion wahrscheinlicher, wenn Ihr Angebot Leserinnen und Leser zum Schmunzeln bringt? Analysieren Sie die Sprache von erfolgreichen Konkurrenzanbietern, um erste Anhaltspunkte zu gewinnen.

3. Nutzen Sie SEO als Hilfsmittel

Gelegenheitstexter sehen in der Suchmaschinenoptimierung oft eine Einschränkung: Wenn das Schreiben sowieso schon schwerfällt, erscheint die Unterbringung bestimmter Keywords wie eine zusätzliche Belastung.

Ein guter Web-Text gefällt jedoch Mensch und Maschine. Insofern lassen sich SEO-Vorgaben hervorragend als Hilfsmittel einsetzen: Sie unterstützen Autoren dabei, Texte zu strukturieren und zu gliedern, und erlauben ihnen, sich vorab über die notwendigen Inhalte Ihrer Website zu vergewissern.

4. Berücksichtigen Sie Ihr Design

Text ist nicht nur Botschaft, sondern auch Gestaltungselement. Wie viel Text sich auf einer Seite findet und wie er strukturiert ist, hat starken Einfluss auf die optische Erscheinung Ihrer Internetpräsenz: Zu lange oder zu kurze Texte führen dazu, dass Designs unausgewogen und Websites unfertig wirken.

Achten Sie deshalb darauf, vergleichbare Seiten in einem ähnlichen Umfang zu betexten. Individuelle Einschübe von Aufzählungen, Zitaten und anderen Sonderelementen sorgen für Abwechslung, lockern Ihre Website auf und erhöhen die Attraktivität Ihres Angebots.

5. Schaffen Sie einen Lesefluss

Ein guter Text unterscheidet sich von einer bloßen Aneinanderreihung von Sätzen dadurch, dass er Anfang und Ende hat. Ein Beispiel hierfür ist die wissenschaftliche Arbeit: Am Anfang steht ein relevantes Problem, das im Hauptteil systematisch gelöst wird. Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und regt weitere Projekte an.

Ein Werbetext folgt einem ähnlichen Schema. Nach dem AIDA-Modell durchlaufen Kunden in einem Kaufprozess vier Phasen: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Konversion). Ein effizienter Web-Text erzeugt genau diesen Spannungsbogen: Die Headline schafft Aufmerksamkeit; der Fließtext macht den Besucher zum Interessenten, der ein Verlangen entwickelt – und schließlich zum zahlenden Kunden wird.

6. Sichern Sie hohe Qualität

Auch wenn lockere Schreibkonventionen im privaten Bereich gang und gäbe sind: Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatikfehler gelten im professionellen Kontext zu Recht als Tabu! Selbst das beste Informations- und Serviceangebot leidet unter solchen Mängeln.

Fehlerfreiheit macht den Unterschied. Lassen Sie Ihre Texte immer von mindestens einer Person gegenlesen. In den meisten Freundeskreisen und Familien finden sich Menschen, die ein gutes Sprachgefühl haben und Sie gerne bei der Qualitätssicherung unterstützen. Nutzen Sie diese Ressourcen!

Buchempfehlung

Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil von Wolf Schneider ist ein Standardwerk für Journalisten. Schneider interessiert sich nicht für SEO und Online-Marketing, hält dafür aber zahlreiche Tipps bereit, um Sprache effizient zu nutzen. Eine lohnenswerte Lektüre für alle Online- und Offline-Texter!

Bildquellennachweis: © Sascha Remmers – Fotolia.com

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